Stephen Robles hilft anderen mit Leidenschaft dabei, das Beste aus ihrer Technik herauszuholen. Nach seinem Studium der Trompete und klassischen Musik arbeitete er als Chorleiter, Reisefotograf, Webentwickler und Produzent von Live-Veranstaltungen. Heute erklärt er als unabhängiger Video- und Podcast-Creator technische Themen, testet Produkte und spricht über Produktivität.
Fun-Facts
• Erster Mac: PowerBook G4 12 Zoll
• Lieblings-Mac: Mac Studio mit M4 Max – alle Anschlüsse, die ich brauche, unglaublich leistungsstark und praktisch kompakt
• Lieblings-Feature in macOS: Kurzbefehle
• To‑do-App: Erinnerungen für persönliche Aufgaben und die Videoplanung, Things für die Arbeit
• Regenbogen- oder einfarbiges Apple-Logo: Lange habe ich das einfarbige bevorzugt, aber das wunderschöne Logo zum 50. Jubiläum hat mich zum Regenbogen-Fan gemacht.
• Produktivitäts-Profi-Tipp: Erledige die kreativ anspruchsvollste Arbeit dann, wenn du am fittesten bist – für mich ist das frühmorgens. (Meine anspruchsvollste Aufgabe ist die Aufnahme eines Videos. Um diese gut und als Erstes zu erledigen, sorge ich am Abend zuvor dafür, dass alle nötigen Informationen für den Dreh bereitliegen.)
Wir haben mit Robles über die Apps gesprochen, die er nutzt, um bei seinen Projekten produktiv zu sein.
Bear
„Bear ist seit Jahren meine Standard-App für Notizen – dort landet einfach alles, von Video-Gliederungen bis zu Notizen für Podcast-Folgen. Die App ist blitzschnell und flexibel, bietet hervorragende Markdown- und Formatierungstools und die Synchronisation zwischen meinen Geräten funktioniert absolut zuverlässig. Richtig gut finde ich auch, dass sie mit HTML, Markdown oder Rich Text umgehen kann – sie verarbeitet einfach alles.“
Profi-Tipp: „Bear bietet viele großartige Aktionen für Kurzbefehle. Viele meiner Bear-Notizen werden durch leistungsstarke Kurzbefehle erstellt, die ich für meine Arbeitsabläufe angelegt habe. Ich kann sogar per Kurzbefehl Text an den Anfang oder das Ende einer bestehenden Notiz hinzufügen.“

Shareshot
„Ich teile sehr viele Screenshots, und die sollen nicht nur informativ, sondern auch optisch ansprechend sein. Shareshot ist dafür ideal: Die App setzt Screenshots in den Rahmen des Geräts, auf dem sie erstellt wurden – Mac, iPhone und so weiter – und anschließend kann ich Hintergrundfarbe, Farbverlauf und Beleuchtung anpassen. Es gibt Shareshot auch für iPhone und iPad; dort kann ich den neuesten Screenshot mit einem Tap direkt über das Kontrollzentrum einrahmen.“
Profi-Tipp: „Shareshot hat ebenfalls hervorragende Aktionen für Kurzbefehle. Ich habe mir einen angelegt, der mit nur einem Klick mehrere Screenshots auf einmal einrahmt und auf meinem Schreibtisch speichert.“
Apple Creator Studio
„Videoschnitt habe ich damals mit iMovie auf einem PowerBook G4 gelernt, später bin ich auf Final Cut Express HD umgestiegen, und heute arbeite ich mit Final Cut Pro. Für die Videoproduktion braucht man allerdings mehrere Apps, und Apple Creator Studio bietet mir alle Tools, die ich für produktives Arbeiten brauche, an einem Ort. Ich exportiere mit Compressor, erstelle alle Thumbnails mit Pixelmator Pro und nutze seit Jahren Keynote zur Vorbereitung von Vorträgen. Mir als unabhängigem Creator hat das Paket außerdem geholfen, meine App-Abos zu bündeln.“
Profi-Tipp: „Mit Compressor kann man Gruppen von Exportvoreinstellungen anlegen. Ziehst du eine solche Gruppe auf ein Video, wird es automatisch mit allen enthaltenen Vorgaben exportiert. Ich habe zum Beispiel eine Gruppe, die zuerst eine MP3‑Datei der Tonspur erstellt und danach das komplette Video exportiert – so kann ich die Audiodatei transkribieren lassen, während das Video noch rendert.“
Transcriptionist
„Es gibt viele Apps zur Audiotranskription – man kann das sogar mit Kurzbefehlen erledigen. Ich mag Transcriptionist aber besonders, weil ich auswählen kann, welches KI‑Modell verwendet wird; jedes Modell bietet eine andere Balance zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit. Die App erkennt außerdem automatisch verschiedene Sprecher:innen und kennzeichnet sie. Sie ist auch für iPad und iPhone verfügbar und kann Transkripte in viele unterschiedliche Textformate exportieren.“
Profi-Tipp: „Leg eigene Tastaturkurzbefehle für die Exportformate an, die du am häufigsten verwendest. Ich exportiere jede Transkription als SRT für YouTube-Untertitel und zusätzlich als TXT‑Datei, um sie mit KI‑Tools zu teilen und Ideen einzuholen. Mit Tastaturkurzbefehlen muss ich mich nicht jedes Mal durch Menüs wühlen.“

Capture
„Ich muss oft spontan Ideen, Social-Media-Posts oder Links festhalten, und Notizbuch & Listen – Capture ist dafür perfekt. Wenn ich eine URL oder Datei in einem Browser speichern möchte, einen Beitrag in einer Social-Media-App oder Inhalte aus irgendeiner anderen App, wähle ich einfach im Menü ‚Teilen‘ Capture aus. Optional kann ich eine Sammlung auswählen und eine Notiz hinzufügen, um den Fund einzuordnen. Capture synchronisiert sich über alle meine Geräte hinweg, kann kurze Sprachmemos über die Apple Watch aufnehmen und bietet sogar eine App für die Apple Vision Pro.“
Profi-Tipp: „Unter Einstellungen > Voreinstellungen > Share Sheet legst du fest, wie lange das Share Sheet beim Erfassen geöffnet bleibt – so kannst du es schneller automatisch speichern lassen oder die Zeit verlängern, um in Ruhe eine Notiz hinzuzufügen.“
Mein Geheimtipp: Creator’s Best Friend
„Kapitelmarken sind in meinen Videos und Podcast-Folgen enorm wichtig, und Creator’s Best Friend integriert sich direkt in Final Cut Pro und vereinfacht ihre Erstellung deutlich. Während ich ein Projekt in Final Cut Pro schneide, setze ich Marker und Kapitelbezeichnungen. Beim Export erzeugt Creator’s Best Friend automatisch alle Kapitel-Zeitstempel und Titel, die ich anschließend direkt in die Beschreibung eines YouTube-Videos einfügen kann.“
Manche Titel sind möglicherweise nicht auf allen Geräten oder in allen Regionen zum Download verfügbar.
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